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Als wir zum vereinbarten Termin im Gemeinschaftsraum der Akademie eintreffen, werden wir von Stefan mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht in Empfang genommen. Dem #zweimeterzwei Hünen live von Angesicht zu Brustbein gegenüberzustehen ist beeindruckend. Aber einen Maierhofer sollte man nicht nur auf das offensichtliche reduzieren. Neben seinem begnadeten Körperbau und einer sehr bunten und schillernden Fußball-Karriere, hat er obendrein auch noch ein Herz wie ein Löwe und den Verstand, diese Qualität auch dort einzusetzen, wo Leidenschaft und Einsatzbereitschaft von Nöten sind. 


Das Interview mit ihm stellte uns vor eine besondere Herausforderung, denn es gibt wohl kaum eine Frage, die der Medienprofi nicht schon 100 Mal beantwortet hat. Als wir schon dachten, alles über die unzähligen Facetten des MAJORS zu wissen, wurden wir jedoch prompt eines besseren belehrt. 


Nach dem uns Stefan höchstpersönlich Kaffee und Kuchen serviert, stellt er uns kurzerhand einen jungen Akademieschüler vor und erzählt uns von der kleinen gemeinsamen Geschichte, die die beiden miteinander verbindet. Von diesem Moment an ist klar: Das wird kein gewöhnliches Interview. 




Phil ist der jüngste Spieler in der Fußball-Akademie Burgenland. Doch trotz seines zarten Alters von gerade einmal 14 Jahren, hat er schon eine sehr professionelle Einstellung. Er ist höflich und zurückhaltend, aber keineswegs schüchtern oder nervös und meistert sein allererstes Interview mit Bravour. Und das obwohl er zuvor wohl nicht damit gerechnet hatte, dass er mit Stefan Maierhofer gemeinsam einen Medientermin absolvieren wird.


„Ich bin im vergangenen Sommer vom LAZ Stockerau nach Mattersburg gekommen und mir gefällt es hier sehr gut. Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden und alle sind hier wirklich sehr nett“, erzählt uns der junge Mann.


Doch leider hatte Phil keinen besonders guten Start. Eine schwere Verletzung zu Beginn der Saison, hat ihn zwischenzeitlich zurückgeworfen. 


„Im August hab ich mir bei einem Trainingsspiel den Knöchel gebrochen und fiel drei Monate aus. Dank der guten Betreuung und der Unterstützung, die ich von allen hier bekommen habe, geht es mir aber schon wieder sehr gut und ich bin wieder voll einsatzbereit.“

MATTERSBURG, am 7. März 2018 | Foto Credit: Manuel Ortlechner


Über den Dächern Mattersburgs, weit abgeschieden auf einem Hügel, thront eines der modernste Fußball-Ausbildungszentren Österreichs: Die Fußball-Akademie Burgenland. Hier werden seit knapp zehn Jahren junge Toptalente auf eine mögliche Karriere im Profifußball vorbereitet und das auf allerhöchstem Niveau. Das interessante daran: Mit Ausnahme von einigen wenigen namhaften Experten, weiß das kaum jemand. Dabei hat die Nachwuchsschmiede der Burgenländer so einige Erfolgsgeschichten zu erzählen.

„Stefan ist oft bei uns in der Akademie, nicht nur wenn er trainiert. Er hat immer ein offnes Ohr für uns.“ 

STAR.HERO.MENTOR

Stefan fühlt sich in Mattersburg sichtlich wohl und geht in der Akademie ein und aus. Gelegentlich übernachtet er sogar hier, spielt Abends mit den Jungs eine Runde Poker oder sieht sich gemeinsam mit ihnen ein Champions League-Match an. 


„Stefan ist oft bei uns in der Akademie, nicht nur wenn er trainiert. Er gibt uns das Gefühl, ein offenes Ohr für uns zu haben. Es ist einfach schön, das er da ist. Er ist ein Teil von uns und es ist immer lustig mit ihm.“


Phil und er haben sich durch puren Zufall in der Akademie näher kennengelernt:


Stefan: „Wir saßen beim Frühstück zusammen, als ich am anderen Ende des Raums einen sagen hörte, dass die Tullner am Wochenende schon wieder verloren haben. Ich blickte auf und sah Phil, der mit völlig zerstörter Miene den Kopf schüttelte und sich wegen der Niederlage unserer Heim-Mannschaft ärgerte. Da dachte ich mir: Den muss ich kennenlernen!“


Mattersburgs Jüngster & der MAJOR kamen ins Gespräch und stellten schnell fest, dass sie noch viel mehr verbindet, als nur die Heimat. Stolz erzählt uns Phil: „Wir gingen beide ins LAZ Stockerau und hatten dort sogar den gleichen Nachwuchstrainer!“


Stefan glaubt an Phils Talent: „Er erinnert mich sehr an mich. Ich war in seinem Alter zwar auch schon sehr groß, aber genauso schmal und ehrgeizig wie er heute. Er ist sehr schnell und als rechter Mittelfeldspieler schon sehr gut für sein Alter. In den nächsten Jahren wird er sicherlich noch einiges an Muskelmasse und an Zweikampfstärke zulegen.“

From Size „ZERO“

                               to Size „HERO“

Es ist noch nicht lange her, da war der SV Mattersburg nachgewiesener Maßen Europas größter Fußball-Klub - und zwar gemessen an der Durchschnittskörpergröße der Kaderspieler. Aktuell sorgt zumindest ein Spieler dafür, dass der Schnitt nach obenhin gehalten werden kann: Niemand geringerer als Stefan Maierhofer.

Mal ehrlich: Wenn man an die Top-Kaderschmieden Österreichs denkt, fallen einem auf Anhieb die großen vier Klubs der Liga ein: Salzburg, Sturm, Austria und Rapid. Dass aber auch in sogenannten kleineren Klubs, wie der Admira und Mattersburg hervorragende Nachwuchsarbeit geleistet wird, bleibt meist unbeachtet. Eine Rolle, mit der der SV Mattersburg - als Trägerverein der Fußball-Akademie Burgenland aber ohnehin gut leben kann. Der Klub legt keinen großen Wert auf besondere Beachtung und Bewunderung von außen und nützt die geografische bedingte Ruhe und Abgeschiedenheit des Standortes, zählt hier einzig und alleine die Qualität der Ausbildung und die Bereitstellung optimaler Ressourcen um junge Fußballtalente auf höchstem Standard auszubilden. Der Erfolg dieser Ausbildungsphilosophie gibt den Burgenländern Recht, denn die Bindung zu den Eigenbauspielern ist stark und Leistungsbereichtschaft der Youngsters dementsprechend groß. 


Wir haben uns auf die Reise begeben, um die Fußball-Akademie Burgenland zu besuchen und trafen uns mit niemand geringerem, als dem Topstar der Mattersburger, Stefan Maierhofer. Er hat uns nämlich auf das versteckte Fußball-Paradies im Osten Österreichs aufmerksam gemacht und uns (nicht ganz zufällig) über eine interessante Geschichte stolpern lassen. 


Stefan MAJOR Maierhofer ist eine Fußball-Ikone. Ein Mann mit einem klaren Plan und jeder Menge Kerosin im Blut.  Was er anpackt, zieht er mit aller Konsequenz durch. Aufgeben gibt es nicht! Er ist ein Profi durch und durch und ist als erfolgreicher Influencer für Adidas und ebeso erfolgreiche Marke "Major" unglaublich engagiert und umtriebig.  

DIE JUNGS VOM TULLNERFELD

VOM STARKICKER ZUM TRAINER


Schöner könnten wir uns das bevorstehende Karriereende von Stefan Maierhofer gar nicht vorstellen, als das er seine aktive Zeit als Spieler mit dem Wechsel auf die Trainerbank beendet. Stefan absolviert gerade seine A-Lizenz, hospitiert in der Akademie und wird im Sommer seinen Abschluss machen. 

EIN GUTER BODEN FÜR TALENTE

Ivo Smudla, AKA U18-Trainer:


„Uns ist natürlich klar, dass wir unseren Spielern viel abverlangen. Wenn meine Spieler nach dem Lernen auf dem Platz kommen, sehe ich es ihnen dann schon vom Weiten an, wenn sie mir ihren Gedanken immer noch im Klassenzimmer sind. In den ersten 15 Minuten ist es für die meisten schwierig sich gleich schon wieder auf den Fußball zu konzentrieren. Da muss man als Nachwuchstrainer viel Feingefühl besitzen, denn es ist ein schmaler Grad zwischen fordern und fördern oder überfordern und verbrennen.“

Je länger wir uns auf dem Gelände aufhalten, desto eher erhärtet sich der Verdacht, dass es im Burgenland nicht nur guten Boden für gute Weine gibt, sondern auch perfekte Bedingungen bietet, um die Fußballstars von morgen auf das Leben als Fußball-Profi vorzubereiten. Bodenständigkeit und Standhaftigkeit und Charakter sind die mentalen Grundeigenschaften, die ein Spieler braucht um hier ausgebildet zu werden. Junge Spieler, die sich für eine Ausbildung in der Fußball-Akademie Burgenland entscheiden, wissen ganz genau, warum sie hier sind. Das Ausbildungszentrum thront erhaben auf einem Hügel mit Blick über die Dächer von Mattersburg und liegt sehr abgelegen. Es gibt hier keinerlei Ablenkungen von außen und das ermöglicht es den angehenden Profis sich unter der Woche ausschließlich auf ihre Karriere zu konzentrieren und zu lernen. 


„Wenn wir von der Schule kommen, gibt es erstmal Mittagessen und am Nachmittag bekommen wir dann eine Lernbetreuung. Darüber bin ich sehr froh, denn die schulischen Leistungen müssen stimmen, sonst hat man hier auf Dauer keine Zukunft. Das ist auch gut so. Wir haben alles was wir brauchen“, beschreibt Phil den geordnet Alltag der Akademie-Spieler in Mattersburg. 


Dass die Doppelbelastung für die jungen Spieler nicht einfach ist, versteht sich von selbst, aber auch die Trainer müssen sich mit den langen Lernzeiten ihrer Schützlinge arrangieren: 



Unsere private Führung endet nach zwei Stunden, da Stefan zum Training und Phil zur Therapie musste. Ein schöner Nachmittag mit vielen besonderen Eindrücken liegt hinter uns. Vor uns liegt der Weg zurück nach Wien und auf dem Weg dort hin fragen wir uns, was dieses Erlebnis beim SV Mattersburg wohl noch toppen könnte. Die vorläufige Befürchtung: So schnell wird uns auf diesem Niveau schon nicht mehr vom Hocker hauen. In Österreich gibt es viele großartige Talente und einige tollen Ausbildungszentren. Es muss nicht immer Salzburg, Graz oder Wien sein! Das zumindest hat uns der Besuch in Mattersburg eindrucksvoll bewiesen. 

Wir sind mehr als 100.000 Fußballspieler stark - 

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